Fernreisende Walnüsse

Heute früh hatte ich eine nette Begegnung am Gartenzaun – plötzlich hielt ein Wagen am Wegrand und signalisierte Redebedarf. Zuerst dachte ich, der gute Mann hätte sich verfahren und bräuchte eine rettende Wegbeschreibung, denn das Kennzeichen stammte aus Lüneburg. Aber nein, er war schon mit Absicht hier. Er hätte bei einem Ausflug mit der Ponyparty gesehen, dass unser Walnussbaum Früchte trägt (bzw. gerade abwirft) — ob er wohl welche sammeln dürfte? (Er hätte auch gern Honig gekauft, aber da habe ich ja dieses Jahr leider selber keinen.)

Durfte er natürlich. Wir können es zwar nicht leiden, wenn Leute einfach zugreifen, weil sie meinen, es wär doch genug da. Aber wenn sie vorher fragen, teilen wir gern! Ich warnte ihn dann noch, dass man die Nüsse gut trocknen müsste, wenn man sie länger lagern wollte (da denken nämlich nicht alle dran, und dann schimmelt’s), aber das wusste er schon – er erzählte von seinem eigenen Walnussbaum, der nur leider durch einen späten Frost dieses Jahr kaum Nüsse trägt. Im letzten Jahr ist es uns genauso ergangen – in diesem Jahr dagegen blieb uns ein solches Schicksal erspart, da gab es hier ja den gesamten Winter über keinen ernsthaften Frost. Und deshalb mehr Nüsse, als die Eichhörnchen klauen können…

Tja, und nun fahren unsere Walnüsse (natürlich nicht alle, aber halt die, die in den letzten Tagen abgefallen sind) nach Lüneburg. Globalisierung im Kleinen 😉

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