Goldener November

november1Das vergangene Wochenende war ja ganz und gar un-novemberlich. 20°C und strahlender Sonnenschein. Nur die Tageslänge machte deutlich, dass der Winter vor der Tür steht – die Sonne kam erst um 8 Uhr so langsam raus und um 17:30 war es so finster, dass ich überzeugt war, es wäre bestimmt schon Tagesschauzeit.

Dieses geschenkte Spät-Spätsommerwochenende hat uns die Möglichkeit gegeben, diverse „dringende“ Außenprojekte voran zu bringen. Der beste aller Ehemänner hat die Gartenmauer bis zu dem Punkt aufgemauert und verputzt, zu dem sie unbedingt in diesem Jahr noch kommen musste. (Falls jemand sich wundert, warum man so etwas so spät im Jahr noch anfängt: Haben wir gar nicht. Angefangen haben wir im Mai. Durch den Auszug unserer Mieter waren dann aber erst einmal diverse Renovierungsarbeiten in der anderen Haushälfte zu bewältigen. Dann zog die Schwiegermutter um. Und erst seit September konnten dann die Außenarbeiten wieder aufgenommen werden. Aber – jobbedingt – nur an den Wochenenden. Und so wurde es spät und später im Jahr…) Wenn wir sie jetzt noch vor dem Frost gestrichen bekommen und die Drainage vor dem Garten abschließen können, liegen wir wieder im Zeitplan, hurra.

Auch der Tür- und Fensterrahmen der Werkstatt sind nun endlich verputzt, grundiert und teilweise schon mit Fassadenfarbe gestrichen.

Für den kleinen Stallraum unter der Scheune, der seit Jahr und Tag offensteht und offenbar jeden dazu eingeladen hat, seinen Müll dort abzuladen, wurde endlich eine (schließbare!) Tür aus Restholz gebaut. Sie liegt noch in der Werkstatt und wartet auf den zweiten Schutzanstrich, wird aber bald ihre Arbeit aufnehmen.

Ich habe im Garten ein wenig jäten können und alle Tulpen- und Narzissenzwiebeln unter die Erde gebracht. Das Mulchmaterial für die Gemüsebeete liegt bereit und kann bei nächster Gelegenheit verteilt werden.

Wir haben die (vermutlich) letzten Nüsse gesammelt und Schwiegermuttern hat das gesamte Walnusslaub zusammengekehrt. Unter der Fichte liegt nun ein riesiger Laubhaufen und das Gras kriegt wieder Luft.

Die größte Erleichterung – subjektiv gesehen – ist aber, dass wir das Schilf in der Pflanzenkläranlage gemäht haben. Diese Arbeit ist einmal im Jahr nötig und jedes Mal ein ziemlicher Angang. Zum Einen, weil das Mähen wirklich anstrengend ist (und da, wo es Windbruch gegeben hat und das Schilf schon modert, auch wirklich unappetitlich) und zum Anderen, weil sich jedes Jahr die Frage stellt: Was tun mit dem Schilfstroh? Es wäre wunderbar als Flecht- oder Dämmmaterial fürs Fachwerk, aber leider haben wir durch den regelmäßigen Ärger in der Mietwohnung ja schon seit Jahren weder Geld noch Zeit, um endlich unser eigenes Fachwerk weiter zu reparieren. Man kann es auch als Dachstroh verwenden, aber da haben wir keinen Bedarf. Davon abgesehen, dass das Schilf eigentlich zu schade zum Wegwerfen ist, verrottet es auf dem Kompost sehr schlecht (bis auf die modrigen Kleinteile), selbst wenn man es hächselt. Es eignet sich also gut zum Mulchen, ist aber dafür eigentlich zu schade.

Wir haben es jetzt erst einmal gebündelt und zum endgültigen Trocknen im oben erwähnten Stall eingelagert. Vielleicht fällt uns ja noch ein guter Nutzen dafür ein.

schilfstrohNun steht nur noch der Baumschnitt aus und die Ernte der letzten Kartoffeln. Haferwurzel, Schinkenwurz und Feuerbohnen müssen noch geerntet werden, ebenso der Meerrettich, wenn er wider Erwarten die zahlreichen Angriffe durch Nachbars Pfau überstanden haben sollte. Und natürlich wuchern Hahnenfuß, Brennnesseln, Löwenzahn und Co weiterhin an vielen Stellen, an denen sie wirklich nichts verloren haben, sowohl in den Beeten als auch im Kiesweg. Aber es geht voran. Langsam, aber stetig. Vielleicht gibt es ja noch mal ein paar trockene Wochenenden…

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