Wir sagen euch an den lieben Advent!

adventskalender2Virale Infekte, ganz furchtbar dringende Bauprojekte und ein Holzhaufen, der unbedingt aus dem Weg musste – die letzten Wochen steckten wieder voller Unwägbarkeiten. Trotzdem habe ich rechtzeitig vor dem Wochenende einen Adventskranz fertig bekommen. Um ihn zu bloggen, fehlte dann wieder die Zeit, denn auch die Adventskalender für meine „Männer“ mussten ja fertig werden. Auch das klappte nur knapp und nur, weil der Opa kurzfristig zum Babysitten vorbeikam (die Oma hat ihn rausgeworfen, weil er sie bei den Adventsvorbereitungen gestört hat… darüber konnte ich mich nicht beschweren!).

Der Adventskalender für den Großen war einfach zu machen. Er enthält – oh Schreck! oh Graus! – 24 kleine bunte Schokoladentafeln (ihr wisst schon, die quadratisch praktisch guten…). Pädagogisch vielleicht nicht optimal und es steckt auch nicht viel Vorbereitung drin, aber ganz ehrlich, momentan freut sich der junge Mann einfach am meisten über Naschereien und so zählt er ganz von selbst die Tage. In der Adventszeit darf es ruhig Schokolade sein, finde ich, auch wenn das früher mal Fastenzeit war. Aber wer hält sich schon noch daran?

Der Kleine kriegt noch keinen Adventskalender. Ich halte nicht viel davon, sich für ein Baby viel Stress zu machen, das davon noch nichts versteht und sich auch noch nicht dafür interessiert. Dafür habe ich ihm Kekse gebacken nach einem Rezept, das ich bei Selbstmachdinge gelesen habe. Ist auch eine gute Verwendung für Obstbrei, denn der Julerich isst partout keinen Brei. Ich kann machen, was ich will, er spuckt ihn aus. Er möchte sich lieber selbst Sachen in den Mund schieben, durchaus auch den Breilöffel, aber der Brei wird dann unterwegs abgestriffen oder ausgespuckt. Nun kriegt er also anstelle von Obst-Getreide-Brei diese Kekse, also quasi das Gleiche, nur in gebacken. (Klappt übrigens auch, wenn man statt Haferflocken Gries oder Hirseflocken nimmt. Man muss es dann nur vor dem Backen etwas quellen lassen). Das macht ihm viel Spaß, auch wenn er mindestens ebenso viel verschmiert wie er verschluckt. Aber er schluckt immerhin überhaupt was. Und so hat er wenigstens auch seine „Weihnachtskekse“.

Am Schwierigsten war der ganz Große, also der Vater der beiden. Der beklagt sich nämlich jedes Jahr wieder, dass man ihn in der Adventszeit mit Schokolade „totschmeißt“. Er isst nämlich nicht viel Schokolade, und das, was er in einer einzigen Vorweihnachtszeit bekommt, würde ihm locker für drei Jahre reichen. Generell ist er keine Süßschnute. Also musste ein Adventskalender her, der nicht so süß ist.

adventskalender1Da er dafür gern salziges Zeugs knabbert, habe ich versucht, davon mehr zu produzieren. (Und am Ende hatte ich total vergessen, dass ich noch „Käsefüße“ gebacken hatte. Na toll. Erst als alle Tütchen bestückt waren, fielen die mir wieder ein. Da hatte ich keine Lust mehr auf Änderungen und so gibt es die Käsefüße halt jetzt bei Gelegenheit anstelle von Chips.)

Mein Favorit: Das Knäckebrot. (Zweites Glas von links.) Jawohl: Knäckebrot!

Man nehme: 50g Speisestärke, 50g Mehl, 4 EL Sesam, 3 EL Sonnenblumenkerne, 3 EL Kürbiskerne, 1 tl Paprikapulver edelsüß, 150 ml kochendes Wasser und 2-3 EL Rapsöl, außerdem grobes Meersalz nach Gutdünken. Mehl, Stärke, Kerne und Paprikapulver mit dem Rapsöl verrühren. Das kochende Wasser einrühren und die Masse ca. 10 Minuten quellen lassen. Währenddessen den Backofen auf 150°C vorheizen. Den gequollenen Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech dünn verteilen (bei mir hat ein Löffel zum Verstreichen völlig gereicht), mit dem Meersalz bestreuen und ca. 45 Minuten lang backen. Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und in Stücke brechen. Großartiges Zeug.

Klassisch und beliebt: Gewürzte Nüsse (ganz rechts). Gemischte ungesalzene Nüsse in einer Pfanne mit wenig Öl anbraten, dabei nach Belieben salzen und würzen. Ich habe dieses Mal Masala zum Würzen genommen.

Die Idee war irgendwie besser als das Ergebnis: Blätterteigschnecken (Mitte). Einfach Blätterteigplatten mit einem Pesto bestreichen, zusammenrollen, abbacken und hinterher in Scheiben (= Schnecken) schneiden. Leider ist der Blätterteig beim Schneiden ziemlich zerbröselt und ist das Ergebnis dadurch nicht besonders hübsch. Geschmacklich schon OK, aber vom Hocker reißt es mich nicht. Wenigstens war es nicht viel Aufwand, das Pesto hatte ich schon vor einer Weile gemacht und den Blätterteig habe ich einfach fertig gekauft.

Tja, und ein bisschen was Süßes ist dann doch dabei:

Herbes Luxus-Studentenfutter (zweites von rechts). Mandeln, Cashew-Kerne, ungesalzene Pistazien, kandierter Ingwer und Cranberries.

Und Gebrannte Gewürz-Mandeln (ganz links): 200g ungeschälte Mandeln, 150g Zucker, 2 TL Vanillezucker (oder ein Päckchen, wenn man fertigen nimmt), 1/2 TL Paprikapulver, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Zimt, 125 ml Wasser. Zucker und Gewürze mischen und mit dem Wasser in einer hohen Pfanne aufkochen. Mandeln hinzufügen und bei mittlerer Hitze fleißig umrühren, bis der Zucker karamellisiert ist und sich glänzend um die Mandeln gelegt hat. Das dauert, aber keine Sorge, es funktioniert! Ich hab’s zum ersten Mal ausprobiert und war positiv überrascht, dass das auch faule Köche wie ich schaffen können. Die Mandeln werden auf Backpapier verteilt (oder auch auf einer Silikonbackmatte, ich habe seit neustem eine und bin sehr begeistert!) und vorsichtig mit 2 Löffeln oder Gabeln voneinander getrennt, NICHT mit den Fingern, der Zucker ist nämlich noch heiß (und klebrig).

Ich hoffe, es gefällt bzw. schmeckt ihm.

Die Käsefüße sind wie gesagt nicht im Adventskalender gelandet, also gehört ihr Rezept auch nicht hierhin. Es wird sich sicher eine andere Gelegenheit bieten…

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