Es regnet!

Das schreibe ich heute mit einem freudigen Ausrufezeichen, denn es hat seit der Osterwoche eben nicht mehr geregnet. Und irgendwie kommt man sich blöd vor, wenn man schon im April mit dem Schlauch durch den Garten ziehen muss, auch wenn das in den vergangenen Jahren häufig so war. Und weil Herr Eifgental in einem Anfall von Frühjahrsputzwut beide Terrassen gekärchert hat, ist unsere Zisterne leer und wir brauchen zum Waschen, Klospülen und Blumengießen seit zwei Wochen Trinkwasser, was irgendwie schade drum ist. Und ich habe nun seit drei Wochen rumgeackert und hätte das bei trockenem Wetter heute wieder getan. Dank Regen habe ich eine Verschnaufpause und komme sogar mal zum Bloggen.

So sah’s die letzten Tage aus (mit schäbigem Schilfmulch, damit die Beete nicht vollends austrocknen)…

garten1Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die drei Wochen Trockenheit hatten ja auch ihre Vorteile. Vielleicht sind einige Schnecken und viele Stechmückenlarven dadurch kaputtgegangen. Außerdem bin ich dazu gekommen, im Garten einige Projekte voranzubringen oder zumindest soweit vorzubereiten, dass meine hochtrabenden Gartenpläne nun nicht mehr völlig unrealistisch aussehen. Viele Stauden sind nun schon in den Staudenhang umgezogen (und mussten dauernd bewässert werden….), aber weil der Boden dort sehr lehmig ist und nach der langen Trockenheit völlig hart gebacken war, konnte dort seit etwa einer Woche gar nichts mehr gemacht werden.

Das hat mir aber erlaubt, meine Gartenzeit zu nutzen, um das Spargelbeet vorzubereiten. Dort waren furchtbar viele Wurzeln vom Goldfelberich und einer ausdauernden Sonnenblumenart (nein, nicht Topinambur, aber ähnlich wuchernd), von denen ich sicher noch nicht alle erwischt habe. Da ich aber noch Kompost und Sand einarbeiten muss, werde ich den Boden ohnehin noch ein, zwei Mal umschichten und dabei hoffentlich die meisten Wurzelreste erwischen. Auch für Ziest und Meerrettich möchte ich in dieser Reihe Dauerbeete anlegen.

Neben diesen Hauptkulturen können dort dann (hoffentlich) auch diejenigen Gemüsepflanzen wachsen, die im jeweiligen Jahr blühen und zur Saatguternte genutzt werden sollen. Momentan sitzen diese Pflanzen noch da, wo auch neues Gemüse dieser Art angebaut wird bzw. werden soll, also etwa Lauch im zweiten Jahr zwischen den zarten jungen Lauchpflänzchen, die über den Winter neu gewachsen sind. Das nimmt natürlich Platz für erntbares Gemüse weg und ist sicher aus hygienischer Perspektive auch nicht einwandfrei. Wird bald besser!

garten2Man erkennt es nicht gut, aber hier beginnt das Spargelbeet (da, wo der Spaten liegt) Form anzunehmen. Links davon werden in diesem Jahr Hülsenfrüchte und Gänsefußgewächse (Dicke Bohnen mit Melde, Erbsen mit Gutem Heinrich und Erbsen mit Mangold) angebaut mit Blattsenf bzw. Radieschen als Vorkultur. Weiter hinten wuchern auf dem Bild noch Margeriten und Betonie, die inzwischen in den Staudenhang umgezogen sind.

Beim Jäten im letztjährigen Kartoffelbeet habe ich das hier gefunden:

garten3Da, äh, war ich wohl bei der Ernte nicht so gründlich, wie ich hätte sein sollen. Gut, dass hier keine Hungersnot herrscht. Da diese Kartoffeln im Winter draußen Frost gekriegt haben, sind sie vermutlich ungenießbar. Teilweise keimen sie auch schon, wie man sieht. Macht aber gar nix, ich habe sie einfach zu Saatkartoffeln ernannt (im eigenen Garten darf ich das ja) und bei Gelegenheit im neuen Kartoffelbeet wieder verbuddelt…

Überhaupt habe ich in allen Gemüsebeeten das Unkraut entfernt und gerade gestern nachmittag noch in freudiger Erwartung des heutigen Regens das Saatgut ausgebracht. Schön, dass der Wetterbericht diesmal Recht hatte! Jetzt fehlen nur noch die Feuerbohnen und die Kürbispflanzen, deren Zeit eh erst nach den Eisheiligen kommt (sicher ist sicher…).

Und dann habe ich noch… ach, das reicht für heute. Vielleicht regnet es noch ein paar Tage, dann komme ich vielleicht dazu, die vergangene Wochen bloggerisch aufzuarbeiten.

Zum Abschluss noch ein Foto unserer Magnolie. Mir fiel heute morgen auf, dass sie momentan ganz zauberhaft blüht und keiner von uns daran gedacht hat, mal ein Bild davon zu machen. Sehr ungerecht! Im Nieselregen habe ich das nachgeholt. Schließlich kann es sein, dass der ansonsten willkommene Regen jetzt die ganzen schönen Blüten zerschlägt. Das Bild ist zwar wegen der Licht- und Luftfeuchtigkeitsverhältnisse nicht besonders dolle geworden, aber besser als nichts.

garten4Schönes Wochenende!

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