Besuch aus dem Wald

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Wenn man direkt am Waldrand lebt, bekommt man natürlich häufig tierischen Besuch. Die Rehe sehen wir allerdings normalerweise nur von Weitem. Früher kamen die Rehe manchmal zum Grasen oder Trinken auf die Ponyweide. In besonders langen Schneephasen begegnete man ihnen gelegentlich überraschend im Komposthaufen, den sie nach Möhrenschalen, Kohlstrünken und dergleichen durchsuchten. Und ein paar Mal – wenn alles streng gefroren war – standen sie sogar dreist im Küchengarten, immer zu zweit: Eins stand Schmiere, das andere knabberte die Buchsbaumspitzen der Beetumrandungen ab. Die Nachbarn beklagten außerdem Fraßschäden in ihrer Weihnachtsbaumschule.

Nun habe ich diesen Winter zwar gelegentlich Rehspuren in der unteren Einfahrt und im Komposthaufen gesehen, aber die Verursacher sind mir nicht zu Gesicht gekommen. Um die Weide ist mittlerweile ein höherer Zaun, der den Lamas – und offenbar auch den Rehen – standhält. Und Frostphasen, die so lang waren, dass die Rehe aus lauter Verzweiflung die Buchsbaumhecken anbeißen mussten, gab es dieses Jahr gar nicht. Nun wird es ohnehin Frühling. Ich bin also davon ausgegangen, dass wir so schnell kein Reh mehr zu Gesicht bekommen würden.

Doch am Samstag kam unvermittelt eins vorbei. Warum auch immer. Vielleicht war es zum Osterferienanfang im Wald plötzlich voller und lauter als sonst. Oder das Reh wollte sich mal die neue Gartengestaltung anschauen? Jedenfalls bog es nicht zum Komposthaufen ab und blieb auch nicht zum Grasen stehen, sondern stöckelte zielstrebig bergauf- weg vom Wald und hin zur Neubausiedlung. Was es dort vorhatte, weiß ich nicht. Ich hoffe, ihm ist nichts passiert…

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3 Antworten zu “Besuch aus dem Wald

  1. Vor 2 oder 3 Jahren hat unser ‚Gartenbock‘ IM Hundepferch aus der Wasserschüssel getrunken und am Hundepferch regelmässig beim Efeu eingekürzt. Der Geruch störte ihn gar nicht. Später im Winter kam er dann bis fast zur Küchentür. Ich finde die ja niedlich, aber gut ist es nicht, wenn die die Scheu verlieren. LG Oli

    • Das stimmt. Zumal hier auch viele Leute ihre Hunde einfach laufen lassen, da sollten die Wildtiere besser ihre sichere Distanz halten. Aber bisher waren die Rehe auch immer extrem scheu hier – dass eins so entspannt die Straße entlanggeht, während ich im Garten stehe, habe ich noch nie erlebt.

  2. Das ist ja ein toller Schnappschnuss! Böcke können manchmal etwas eigenartig sein. Bei mir stolzieren die Rehe auch durch den Garten. Deshalb gibts bei mir nur Pflanzen die den Rehen nicht schmecken oder zumindest nicht ihre Lieblingspflanzen sind. LG Arlene

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