Auf Safari im Garten

Wie immer kommt man am wenigsten zum Berichten, wenn man am meisten zu berichten hat. Viel erzählen werde ich auch heute nicht, aber bevor der Herbst uns ereilt, will ich doch mal die sommerliche Blütenpracht feiern. Während die Gemüse viel Pflege und Aufmerksamkeit bekommen, lasse ich die Blühpflanzen weitestgehend links liegen. Trotzdem wachsen sie prächtig und belohnen mich dafür, dass ich ihnen Raum im Garten gebe, mit unzähligen Blüten, die wiederum Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten anlocken. Es summt und brummt, duftet und leuchtet in den verschiedensten Farben – ein Fest für die Sinne.

Also auf zur Blütensafari!

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Borretsch habe ich erst hier im Garten kennengelernt. Seitdem liebe ich die blauen Blüten auf Frischkäse, im Kräuterquark oder Salat.

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Die Ringelblume dagegen kenne ich „schon immer“ von meiner Oma, der Apothekerin. Ein Klassiker der Pflanzenheilkunde.

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Die Rosenmalven, auch Sigmarskraut genannt, wachsen hier streng genommen als Unkraut – aber wer würde es bei diesen zauberhaften Blüten so nennen?

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Die Kugeldistel hat ein Jahrzehnt der Vernachlässigung im Hausgarten überlebt und uns im ersten Jahr schwer überrascht. Bienen und Hummeln stehen drauf.

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Das gilt auch für den Dost, der eigentlich viel zu viel Platz im Garten einnimmt. Aber die rosa Blütenwolken sind so schön, die Insekten lieben ihn und wenn man gegen ihn stößt, verströmt er würzigen Pizzaduft.

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Weniger angenehm ist der „Duft“ des Baldrians, aber auch der gehört als klassische Heilpflanze einfach in den Kräutergarten.

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An den Salbei-Gamander gehen Fliegen, die so tun, als wären sie Wespen (nein, keine Schwebfliegen, viel größer). Zwischen den wolkigen Frauenmantelblüten bilden die blassen Blütenkerzen einen schönen Kontrast.

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Es hat eine Weile gedauert, bis die Stockrose sich zuverlässig im Garten etabliert hat. Wie andere Malvenarten wirkt sie schleimlösend, außerdem sind die riesigen Blütenstände einfach prachtvoll. Der Pollen muss toll sein, denn die Bienen und Hummeln kriechen dafür so tief in die Blüten, dass sie manchmal kaum wieder herauskommen.

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Die Bergflockenblumen sind weitestgehend verblüht, und weil ich vergessen habe, die alten Blütenköpfe zu entfernen, werde ich wohl auf die Zweitblüte verzichen müssen. Hier und da blüht aber doch immer mal wieder eine nach.

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Nochmal der Dost, weil’s so schön ist. Ich kann ihn einfach nicht in seine Schranken weisen, bevor er verblüht ist!

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Wirkt schon stimmungsaufhellend, bevor man es überhaupt konsumiert hat, das strahlend gelbe Johanniskraut. Auch ein Begleiter aus Kindertagen – die Öldrüsen in den Blättern und das „Elfenblut“ haben mich fasziniert, das Präparat habe ich nie gebraucht.

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Für eine echte Safari braucht es natürlich auch Tiger. In diesem Fall handelt es sich um den gemeinen Rosentiger. Ob er eher den Schatten oder doch den Duft genießt, ist unbekannt.

So, und jetzt geht’s ans Bohnenschnibbeln. Bis zum nächsten Mal, hoffentlich nicht erst wieder in drei Wochen…

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7 Antworten zu “Auf Safari im Garten

  1. Ach wie schön! Ich hatte dich/deine Beiträge schon etwas vermisst. Gut zu hören, dass es ’nur‘ die allgegenwärtige Arbeitsflut ist, die das Schweigen auslöste.
    LG Oli

    • Aw, danke für die lieben Worte! Ja, manchmal staut es sich einfach an allen Ecken und Enden. Ich hoffe, dass es jetzt erst mal wieder besser wird!
      Ganz liebe Grüße zurück!

  2. Ein toller Rundgang durch deinen Garten! Mit dem Dost geht es mir genau so. Er wuchert und wächst alles zu, aber wenn ich sehe wie die Insekten ihn lieben, lasse ich ihn stehen bis er verblüht. LG Arlene

    • Vielen Dank für die sprichwörtlichen Blumen! Ja, da gibt es so einige Gewächse, die sich irgendwie „durchmogeln“, weil sie so schön sind oder so gut duften oder eben die Insekten so toll versorgen. Schön, dass es anderen ebenso geht!
      Liebe Grüße, Christiane

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